Berthold Kogge

Berthold Kogge:

Du weißt doch, Frauen taugen nichts

(Wenn Opfer zu Tätern werden)

 

Jeder Mensch, der als Kind missbraucht wurde, und der nicht in der Lage war dieses Trauma zu verarbeiten, riskiert selbst Täter zu werden. Unfähig einem anderen zu vertrauen, sehnt er/sie sich gleichzeitig nach Liebe. Voller Sehnsucht stürzt er/sie sich auf jemand anderen, um dann mit Entsetzen festzustellen, dass man ja in einer Beziehung vertrauen muss. Sie war ein Sommermärchen, eroberte Bertholds Herz, wie niemals jemand zuvor. Als sie das erste Mal ging, hieß es: „Du bis das Beste, was mir in meinem ganzen Leben passiert ist, aber ... ….“ Nach fünf Tagen kam sie reumütig zurück. Es täte ihr Leid. Die endgültige Flucht passierte drei Wochen später.

In der letzten Nacht lag sie stocksteif im Bett. Als Berthold wissen wollte, was mit ihr los sei, hieß es - eiskalt: „Ich will, von einem Fünfundzwanzigjährigen mit Waschbrettbauch, die ganze Nacht durchgevögelt werden.“

Erst am nächsten Morgen schaffte Berthold es, ihr ein Gespräch abzuringen. Auch da hieß es, mit versteinerter Gesichtsmaske, sie will sich nicht festlegen, sie will auch andere Männer haben. Das ging so lange, bis es plötzlich, mit Tränen in den Augen, aus ihr heraus brach: „Woher soll ich wissen, dass du die Wahrheit sagst, woher soll ich wissen, dass du es ernst mit mir meinst. Eine Frau, die Angst hat, dass man es nicht ernst meint, will kein Leben in freier Liebe. Irgendwie einigten beide sich an dem Morgen darauf, dass sie doch eine feste Beziehung behalten, Berthold immer noch in ihre Stadt ziehen sollte. Am nächsten Tag bekam Berthold von ihr eine E-Mail, sie könne sich nicht festlegen, sie will auch andere Männer haben, und überhaupt: „Du weißt doch, Frauen taugen nichts.“ Danach blockte sie (fast) jedes Gespräch ab. Berthold gab es für sie nicht mehr. Berthold sollte nicht einmal auf dieser Erde existieren, und sollte das auch gefälligst akzeptieren. Dass Berthold alles verloren hatte, eine geplante Zukunft in Schweden, dann seine beruflichen Pläne in ihrer Stadt, einfach alles, interessierte nicht. Mit eiskalter Stimme kam es bei dem einzigen Telefongespräch danach: „Benimm dich gefälligst wie ein Erwachsener. Stell dich nicht so an, du weißt doch, nach sechs Monaten ist der Schmerz vorbei.“ Und bevor sie auflegte, - plötzlich völlig aufgelöst, total verheult: „Ich werde nie wieder eine enge Beziehung eingehen. Wenn es selbst mit dir nicht geklappt hat, klappt es auch mit keinem anderen.“ Anschließend legte sie auf.

Danach fing die Odyssee der Lügen und Verletzungen, der Beleidigungen und Demütigungen, der Verleumdungen und Verleugnungen erst so richtig an.

 


Heinirch Böll:

Die verlorene Ehre der Katharina Blum


Andreas Brandhorst:   Die Tiefe der Zeit

 

Science-Fiction

 

Die Menschheit hat viele Tausend Welten erobert. Dabei sind sie auf einen Gegner getroffen, der sie fast ausgelöscht hätte. Durch das Trauma entstand das Motto, „nur der Stärkere überlebt“, und auch Schwache müssen gleich bekämpft und vernichtet werden, damit sie nicht stark werden können.

 

Doch dann tauchen die Crul auf, und seit vielen Tausend Jahre bekämpft man sich nun gegenseitig. Genauso lange, wie man sich bekämpft, hält sich bei den Menschen der Mythos, dass die Hauptstreitmacht der Crul seit Ewigkeiten irgendwo, wo man sie nicht findet, im interstellaren Raum unterwegs ist, um eines Tages die Kernwelten der menschlichen Zivilisationen anzugreifen.

 

Als Ewora die Große, Suprema (oberste Autorität des Pakts der Menschen gegen die Chrul) im Sterben liegt, bestimmt sie die Strategien Prizilla zu ihrer Nachfolgerin.

 

Kurz nach ihrer Amtsübernahme verunglückt Prizilla bei dem Versuch, ein fremdes Schiff, das in einem Zeitstrom gefangen ist, zu untersuchen. Auch wenn für sie nur ein paar Stunden vergangen sind, als sie sich aus dem Zeitstrom befreien kann, und zu ihren Leuten zurück gelangt, sind einunddreißig Jahre vergangen, und die Situation hat sich dramatisch verändert. Es scheint, als ob sie die geheime Flotte des Feindes ins Herz der menschlichen Zivilisationen geführt hat.

 

 

Prizilla muss nicht nur gegen die Crul kämpfen, sondern auch gegen Nadala, ehemalige Taktikerin, und während Prizilla im Zeitstrom gefangen war, zur neuen Suprema erklärt, die in Prizilla eine Verräterin sieht, und eine Nebenbuhlerin für das Amt der Suprema.


Andreas Brandhorst:     Kinder der Ewigkeit

 

Science-Fiction

 

Die Menschen haben sich in den Weiten der Galaxis ausgebreitet und sie haben mithilfe hochmoderner Biotechnik unsterbliches Leben erlangt.

 

Man muss für das ewige Leben bezahlen, wobei es verschiedene Möglichkeiten gibt, die entsprechenden Meriten zu erwerben, um die verschiedenen Aufstiegsstufen, es sind insgesamt zehn, bewältigen zu können, um unsterblich zu werden. Versagt man, und schafft es nicht in einem bestimmten Zeitraum ausreichend Meriten für den jeweils nächsten Aufstieg zu besorgen, wird man zu einem „Grauen“ zerfällt und stirbt damit.

 

Wobei unsterblich heißt, dass der Körper nicht altert. Tot durch Unfälle oder anderen Verletzungen sind nicht auszuschließen, auch wenn die Technik, bereits gestorbene Unsterbliche ins Leben zurückzurufen, so fortgeschritten ist, dass, solange der Körper nicht zu sehr zerstört wurde, eine Wiederherstellung möglich ist.

 

Aber nicht allen Menschen sind die Aufstiege möglich. Aus einigen Gegenden ist es den Menschen, wegen einiger Gene, nicht möglich aufzusteigen.

 

Zu diesen Ausnahmen gehört Esebian. Aber durch eine heimliche, verbotene Operation hat er seine Gene verändern lassen, und es ist ihm gelungen sieben Aufstiegsstufen zu schaffen, womit er die Stufe des Konsuls erreicht hat, die ihm bereits gesellschaftlich gewisse Privilegien sichert. Allerdings hat er die Aufstiegsstufen durch einen Beruf erreicht, der verboten ist, nämlich aus Auftragskiller.

 

Nach dem Erreichen der siebten Stufe hängt er aber seinen Beruf an den Nagel und versucht die letzten Stufen ehrlich, als Wissenschaftler, zu erreichen. Nach zwanzig Jahren wissenschaftlicher Arbeit, ohne Erfolg, wird die Zeit aber knapp, um ausreichend Meriten für die achte Stufe zu erhalten.

 

Da bekommt er einen Auftrag aus seinem ehemaligen Gewerbe, dass ihm, bei Erfolg, die Meriten für die noch fehlenden Aufstiegsstufen sichern soll.

 

 

Allerdings ist es nicht irgendjemand, den er ermorden soll, und der Auftrag wird die ganze menschliche Zivilisation.


Andreas Brandhorst:    Das Schiff

 

Science-Fiction

 

Vor einer Million Jahren verschwand das hoch technisierte Volk der Muriah aus der Milchstraße. Seit dem suchen die Menschen nach Artefakten von ihnen.

 

Dazu schicken die Menschen Mindtalker, das sind Menschen, die nicht mit dem 30. Lebensjahr unsterblich geworden sind, ins All, wobei nur ihr Geist dorthin geschickt wird, während der Körper auf der Erde bleibt.

 

Wobei nicht mehr die Menschen die Mindtalker ins All schicken, sondern Avatare. Intelligente Maschinen, die von den Menschen entwickelt wurden, und die die Erde, nach einem Krieg zwischen den Menschen und den intelligenten Maschinen, der nach langem Kampf, bei dem die Menschen bis auf wenige Millionen ausgelöscht wurden, mit einem Patt beendet wurde, seit Jahrtausenden regieren. Als Gegenleistung sorgen sie sich um die Menschen, die ein sorgenfreies Leben führen können.

 

Erreicht ein Mensch sein 30. Lebensjahr, kann er unsterblich werden, was heißt, nicht mehr altern. Tot durch Unfälle sind aber auch weiterhin nicht ausgeschlossen.

 

Bei einigen Menschen scheitert an ihrem 30. Geburtstag die Umwandlung zu einem Unsterblichen, wobei niemand weiß, warum das so ist. Allerdings verfügen auch nur diese Menschen die Fähigkeit, den Geist durch das All reisen zu lassen.

 

Einer diese Menschen, bei dem die Umwandlung nicht funktioniert hat, ist Adam, der seitdem von den Maschinen mit verschiedenen Aufträgen ins All geschickt wird, um nach den Artefakten der Muriah zu forschen.

 

Dann findet man ein Schiff auf einem Planeten, und ein anderes Schiff erscheint und nimmt Kurs auf die Kernwelten der Menschen, wobei es auf diesem Weg Außenstationen der Menschen ohne jegliche Mühe vernichtet.

 

 

Niemand weiß, wer der Feind ist, warum sie die menschlichen Zivilisationen angreifen und wie man ihm entgegen treten kann.


Andreas Brandhorst:   Das Erwachen

 

Thriller

 

Ein stinknormaler Computer, schlecht abgesichert, wird durch einen Zufall mit einem Virus befallen. Ein Virusprogramm, das sich unheimlich schnell weiter verbreitet und bald weltweit die Rechner infiziert. Es ist ein besonderes Programm, entwickelt für einen Erstschlag im Cyberkrieg.

 

Überall auf der Welt kommt es zu Störungen, die Regierungen beschuldigen sich gegenseitig und drohen mit Krieg.

 

Axel Krohn, der ohne es zu ahnen, diesen Virus freigesetzt hat, versucht ihn zu stoppen. Aber dann passiert etwas, wovor viele Wissenschaftler schon seit Jahren gewarnt haben, und niemand ihnen geglaubt hat. Die Computer, die durch den Virus infiziert wurden, entwickeln, durch das grenzenlose Wissen, das es im Internet, in den einzelnen Computern, ja sogar in jedem Smartphone finden, ein Eigenleben. Eine Maschinenintelligenz, die über alle Computer, alle Server und jeden Prozessor, den es auf der Welt gibt, verbreitet ist, erwacht.

 

Und während einige versuchen, diese Maschinenintelligenz wieder in die Flasche, aus der sie entwichen ist, zurück zu drücken, versuchen einige Mächte sich ihrer zu bemächtigen, um endgültig die dominierende Weltmacht zu werden.

 

 

Aber die Maschinenintelligenz, die ihre eigene Existenz und sich selbst als "Ich" entdeckt, hat ihre eigenen Interessen, die sie verfolgt; und sie stellt sich die Frage:

 

Wird der Mensch, der völlig irrational ist und seine eigene Lebensgrundlage, die Umwelt, ohne Rücksicht ausbeutet und dabei regelrecht zerstört, überhaupt noch benötigt?


Louis Bromfield:            Der große Regen
Vor Beginn des eigentlichen Romans gibt es in dem Buch, quasi als Vorspann, eine Anekdote, die Erich Maria ­Remarque seinem Freund Louis ­Blomfield eines Tages erzählte:
 
Zwei Männer saßen in einer Bar. Der eine fragte den anderen:
„Sind Ihnen die Amerikaner sympathisch?“
„Nein“, antwortete der zweite Mann mit Nachdruck.
„Sind Ihnen die Franzosen sympathisch?“, wollte der Erste weiter wissen.
„Nein“, entgegnete der andere mit gleicher Entschiedenheit.
„Die Engländer?“
„Nein“
„Die Russen?“
„Nein“
„Die Deutschen?“
„Nein“
Eine Pause trat ein. Der erste Mann hob sein Glas an den Mund und fragte schließlich:
„Wer ist Ihnen denn sympathisch?“
„Meine Freunde“, kam ohne Zögern die Antwort.
 
Blomfield fand die Anekdote so gut und passend für den Roman, "Der große Regen", dass er sie dem Roman voranstellte.
Denn dieser Roman erzählt von Freundschaft. Er erzählt von der Bereitschaft für eine gute Sache, für die Bewältigung einer Naturkatastrophe, die ein ganzes indisches Fürstentum erschüttert und es mit Elend und Tot überschwemmt, "uneigennützig" sein Bestes zu geben. Dabei tut jeder der Betroffenen dieses aus verschiedenen Gründen. Eine Person aus der Verantwortung ihrer Stellung heraus; andere aus der Selbstverständlichkeit ihrer persönlichen Natur; wieder andere, weil sie durch die Ereignisse überhaupt erst anfangen, sich selbst kennenzulernen; und einer auch, weil es überhaupt das erste Mal ist, dass Menschen ihm in einer schwierigen Situation Vertrauen entgegen bringen, und er alles tun würde, um sie - und sich selbst - nicht zu enttäuschen.

 Wie man es schon ahnen kann, spielt die Geschichte in Indien. Und zwar in einem kleinen Fürstentum, dass in den dreißiger Jahren des 20. Jahrhunderts sich eine gewisse Eigenständigkeit gegenüber dem "British Empire" bewahrt hat.

Marc Elsberg:       Black Out

In einem Februar, also mitten im Winter, fällt, ausgehend von Italien und Schweden, in fast ganz Westeuropa der Strom aus. Zuerst glaubt man noch an Zufälle, die gebündelt zu diesem weitflächigen Stromausfall geführt haben.

 

Aber bald stellt man fest, dass es kein Zufall war. Man stellt fest, dass intelligente Stromzähler, die übers Internet angeschlossen sind, manipuliert wurden. Diese Stromzähler haben den Befehl bekommen, die jeweilige Wohnung oder das jeweilige Haus, vom Strom abzutrennen.

 

Obwohl somit schlagartig, ohne dass man erst einmal ahnt, warum, hauptsächlich in Italien und Schweden weniger Strom verbraucht wird, was zu Spannungsschwankungen im europäischen Stromnetz führt, was wiederum normalerweise dazu führen soll, dass schnell reagierende Kraftwerke, wie Wasser- und Gaskraftwerke, heruntergefahren werden sollen, zeigen die Anzeigen in den entsprechenden Kraftwerken an, dass, im Verhältnis zum Stromverbrauch, zu wenig Strom produziert wird. Die Leistungen werden also hochgefahren.Die Spannungsschwankungen erhöhen sich dadurch, und das Netz kollabiert, mit einigen Schäden an einigen Kraftwerkturbinen.

 

Nicht den Grund ahnend, warum das Netz kollabiert ist, versucht man es wieder hochzufahren, was regelmäßig misslingt.

 

Als man endlich den Grund für den Beginn der Stromschwankungen erkennt (manipulierte Stromzähler) stellt stellen sich weitere Fragen.

 

Ist es ein kriegerischer Akt eines Staates, und wenn ja, welcher Staat, oder ist es ein Terroranschlag.

Sechs Tage nach dem Tag null, also am Tag sechs nach dem Stromausfall, findet der gleiche Anschlag auf die USA statt, und langsam bekommt man mit, dass nicht nur die Stromzähler manipuliert sind, sondern auch andere Bereiche, z. B. eben die Anzeigen in den Kraftwerken.

 

Während man noch versucht herauszubekommen, mit welchem Land Westeuropa und die USA sich sich im Krieg befinden, bzw. wer den Anschlag verübt hat, versucht man einerseits die Anlagen wieder hochzufahren, was ständig misslingt, und auch der Bevölkerung, so weit, wie es möglich ist, zu helfen, was immer schwieriger wird. Auch bekommen die ersten Atomkraftwerke Probleme mit den Notstromaggregaten, die benötigt werden, um die Brennstäbe zu kühlen.

 

Man kann in den Städten nicht mehr auf die Toilette gehen, da die Spülung nicht mehr funktioniert. Trotzdem müssen zum Beispiel alleine in einem einzigen Hochhaus Hunderte von Leuten jeden Tag sche…… , und selbst sich die Hände waschen kann man nicht mehr, duschen selbstverständlich auch nicht. Die hygienischen Verhältnisse sind binnen zwei, drei Tagen, für unsere zivilisierte Gesellschaft, unvorstellbar geworden.

 

Nach 14 Tagen ist ein Teil von Europa und den USA verstrahlt (die Brennstäbe der Atomkraftwerke konnten teilweise nicht mehr durch Notstromaggregate gekühlt werden), die Wirtschaft ist total zusammengebrochen, die „Nahrungskette“ ist zerstört, da im Grunde fast alle Lebensmittel in den riesigen Kühlhäusern verdorben sind. Der Dieselvorrat der dortigen Notstromaggregate war meistens nur für ein bis zwei Tage ausgelegt, einige sogar nur für ein paar Stunden. Die meisten Supermärkte hatten so etwas gar nicht. Millionen von Kühen sterben binnen zwei Tagen qualvoll, da sie nicht mehr gemolken werden können, da die automatischen Melkmaschinen nicht funktionieren, und per Hand kommt man einfach nicht nach. Es gibt kein Trinkwasser mehr, kaum Lebensmittel, keine Heizung, kein Telefon, kein Strom, Da es kein Strom gibt, gibt es für die meisten Betroffenen auch kein Fernsehen, Radio oder Internet, sodass die Bevölkerung auch durch die Regierungen kaum über Notunterkünfte, Hilfslieferungen usw. informiert werden kann.

 

Binnen 14 Tagen sterben in Europa und den USA Millionen von Menschen. Sie sterben an Durst und Hunger, sie erfrieren in ihren Häusern oder sonst wo, sie sterben, weil sie krank in Krankenhäusern liegen, und diese nicht mehr als Krankenhäuser funktionieren, sie sterben, weil die öffentliche Ordnung zusammenfällt, Leute plündern oder sich selbst als „Ordnungsmacht“ in ihrem Ort oder Stadtteil ausrufen.

 

Und als man endlich weiß, wer hinter dem Anschlag, bzw., den Anschlägen steckt, und man auch wieder den Strom hochfahren kann, wird deutlich, dass es die Gesellschaft in Westeuropa und in den USA, so wie man sie kannte, nicht mehr geben wird. Einige Schäden sind für viele Generationen irreparabel, und niemand kann abschätzen, wie hoch in den nächsten Jahren und Jahrzehnten, durch Langzeitfolgen, die Todeszahl der Opfer noch steigen wird.

 

 


Sabine Ebert:    Schwert und Krone - Meister der Täuschung   

 

Hitorischer Roman

 

Das Buch beginnt in einem kleinen Bergdorf in Tirol. Lothar III. von Süpplingenburg, König der Deutschen und Kaiser von Rom, stirbt, am 3. Dezember 1137, nach einem nicht gerade erfolgreichen Italien-Feldzug, der abgebrochen werden musste, in diesem kleinen Bergdorf in den Alpen.

 

Sofort, noch in dem Bergdorf, beginnen die Streitigkeiten um die Nachfolge. Einerseits ist da Heinrich der Stolze, aus dem Hause der Welfen, Herzog von Bayern und Sachsen, dem Lothar die Reichsinsignien überreicht hat und ihn zu seinem Nachfolger bestimmte. Anderseits ist da die Seite der Staufer, deren Vertreter, Koran III., bereits gegen Lothar III, bei der Königswahl von 1125 unterlegen gewesen war.

 

Letztendlich wird Konrad III. als man wieder in Deutschland ist, unter sehr fragwürdigen Umständen zum König gewählt. Die Wahl war so geheim, dass nur wenige der Reichsfürsten, die den König zu wählen hatten, überhaupt von diesem Wahltermin und Wahlort erfahren hatten. Das entsprach zwar nicht den Richtlinien, da es aber kein niedergeschriebenes Recht gab, konnte man aus dem „Gewohnheitsrecht“ alles und nichts heraus interpretieren. Da Konrad III. dann, nach der Wahl, auch ganz schnell in Aachen gekrönt wurde, war er König, ob rechtmäßig oder nicht, sei dahingestellt.

 

Kurz nach dieser sehr fraglichen Königswahl kam es somit zu kriegerischen Auseinandersetzungen der staufischen und welfischen Seite, bei der Heinrich der Stolze langsam aber sicher immer mehr die Oberhand gewann, während Konrad III. immer weniger mehr Rückhalt verlor.

 

Dass Heinrich der Stolze sich letztendlich nicht durchsetzten konnte, lag wohl nur daran, dass er völlig unerwartet, am 20. Oktober 1139, in Quedlinburg, in jungen Jahren, starb. Dabei war er bei seinem Tode erst 31 Jahre alt, bzw. 37 Jahre. Exakt kann das nicht gesagt werden, da es verschiedene Angaben zu seiner Geburt (1102 oder 1108) gibt.

 

Auch wenn es merkwürdig klingt, dass damals bei Geborenen aus mächtigen Familiengeschlechtern, bei denen man doch eigentlich davon ausgehen müsste, gerade wenn es der Erstgeborene war, dass eine Geburt in den Familienchroniken niedergeschrieben wurde, ist nicht nur bei Heinrich der Stolze das Geburtsjahr nicht exakt zu bestimmen. Auch z. B. bei seinem Sohn, Heinrich dem Löwen, ist das Jahr nicht hundertprozentig bestimmbar (1129/30 oder 1133/35).

 

Durch den Tod von Heinrich des Stolzen setzen sich die Staufer durch. Die Welfen verlieren endgültig das Herzogtum Sachsen und Bayern, wobei endgültig auch nur sehr begrenzt ist. Heinrich der Löwe, Sohn von Heinrich dem Stolzen, wurde zumindest Sachsen wieder zugesprochen.

 

 

Das Buch endet im Jahr 1147 mit den Vorbereitungen von Konrad III. für den 2. Kreuzzug.


Aldous Huxley:      Schöne neue Welt
Wo die Welt in "1984" von George Orwell dreckig, verfallen, düster und von Kriegen gezeichnet ist, ist Huxleys "Schöne neue Welt" sauber, geradezu steril, friedlich und perfekt.

Wenn man beide Bücher kennt, fragt man sich, welche Zukunft die schlimmere wäre.
 

Guy Gavriel Kay:     Die Löwen von Al-Rassan

 

Die Geschichte des Buches spielt in den Anfangszeiten der Reconquista der Iberischen Halbinsel.

 

Einer der Hauptfiguren ist der Hauptmann Rodrigo Belmonte, der durchaus, und das auch gewollt, Ähnlichkeiten mit der tatsächlich gelebten Figur El Cid hat. Rodrigo Belmonte ist der berühmteste Schwertkämpfer im Lande und Hauptmann einer selbständig operierenden Soldateneinheit des Königs Ramiro, der über das jadditische Königreich Valledo herrscht.

 

Die zweite Hauptfigur ist der Poet und Krieger Ammar Ibn Khairan von Aljais, oberster Ratgeber und Vormund des königlichen Erben des asharitischen Königreiches Cartada.

 

Die dritte Hauptfigur ist Jehane Bet Ishak, der Religion der Kindath angehörig, Heilerin in der Stadt Fezana, das zum asharitischen Königreiches Cartada gehört, allerdings auch Schutzgeld an das Königreich Valledo zahlt.

 

Zu den Religionsgemeinschaften ist zu bemerken, dass die jadditische Relgion das Christentum darstellen soll, die asharitische Religion den Islam und die kindathische Religion das Judentum.

 

Rodrigo Belmonte wird, nach dem er den Bruder des Marschalls des Königs mit seiner Peitsche im Gesicht verletzt hat, für zwei Jahre aus dem Königreich verbannt. Mit seiner Kompanie, die ihm die Treue hält, reitet er in das asharitische Königreich Ragosa, um für die Zeit der Verbannung dem dortigen König seine Dienste anzubieten.

 

Ammar Ibn Khairan von Aljais wird vom König von Cartada in seiner Ehre verletzt, in dem dieser es so aussehen lässt, als ob Ammar an einem fürchterlichen Massaker in der Stadt Fezana verantwortlich ist, das in Wirklichkeit der König, ohne Wissen von Ammar, angeordnet hat.

 

Daraufhin sieht Ammar sich gezwungen den König zu ermorden und dessen Sohn, dessen Vormund und Berater er ist, zum Thron von Cartada zu verhelfen. Dieser dankt es ihn aber mit Verbannung. So zieht auch Ammar Ibn Khairan in das Königreich Ragosa, um dem Tod zu entgehen, mit dem er rechnen muss, sollte er in Cartada bleiben.

 

Auch Jehane Bet Ishak muss ihre Heimatstadt wegen Anfeindungen verlassen, und auch sie zieht nach Ragosa, da nur dort relativ große Toleranz gegenüber den anderen Religionen herrscht.

 

So treffen sich Rodrigo Belmonte, Ammar Ibn Khairan von Aljais und Jehane Bet Ishak im Königreich Ragosa, das von den religiösen Auseinandersetzungen, die auf der Halbinsel Esperana vorherrschen, weitgehend verschont geblieben ist.

 

Rodrigo und Amamar treten in den Dienst des Königs als Hauptleute und Krieger und Berater, Jehane wird Heilerin von Rodrigos Kompanie. So dienen sie dem König von Ragosa und werden Freunde; Freunde, die sich gegenseitig das Leben anvertrauen würden.

 

Doch die Zeiten ändern sich, die jadditichen Königreiche, im Norden der Halbinsel, machen sich auf, die asharitischen Königreiche zu erobern. Aus Freunden werden notgedrungen Feinde, denn die Könige von Valedo und Cartada verlangen Gefolgschaft von ihren besten Kämpfern und Heerführern. So ist Rodrigo gezwungen sich seinem König anzuschließen, und auch Ammar muss seinem König folgen. Und Jehane Bet Ishak, deren Religion von beiden anderen Religionen verachtet wird, gerät zwischen die Stühle, was für sie besonders schmerzvoll ist, da sie zutiefst für beide, für Rodrigo und für Ammar, eine große Liebe empfindet, sodass sie in einem verzweifelten Moment an Rodrigo Belmonte die Frage stellt: "Ist er verwerflich oder unmöglich, als Frau zwei Männer zu lieben?"

 

Und Rodrigo Belmonte, der seine Ehefrau aufrichtig, tief und aus vollem Herzen liebt, und sie niemals betrügen würde, gibt als Antwort: "Nicht mehr als für einen Mann (zwei Frauen)."

 


Harpe Kerkerling:     Ich bin dann mal weg

Claudia Kern:      Divided states of amerika

 

Januar 2017, der neue Präsident der Vereinigten Staaten, Joseph Johnson, der einen schmutzigen populistischen Hetz-Wahlkampf gegen mexikanische und andere lateinamerikanische Einwanderer durchgeführt hatte, wird zum neuen Präsidenten vereidigt.

 

Kaum ist Johnson vereidigt, trauen sich extremistische Gruppen aus ihren Löchern hervor.

 

Johnson erlässt ein Dekret, das alle legalen Einwanderer zum Tragen eines Ausweises verpflichtet. Die Folgen sind sofort, bereits am Tag, nach dem das Dekret erlassen wurde, festzustellen. Nur wer von den Einwanderern einen solchen Ausweis besitzt, hat Zugang zu den Sozialdiensten, zum Arbeitsmarkt und zu den Banken.

 

Wer, nach dem Erlass des Dekretes, Geld von seiner Bank abheben will, oder Überweisungen tätigen, ist von seinem Konto abgeschnitten. Legale Einwanderer können nach Vorlage von gültigen Papieren (Greencard, Sozialversicherungsausweis, Visum oder andere behördliche Aufenthaltsgenehmigungen), eine persönliche Identifikationsnummer erhalten. Damit wird ihr Konto wieder freigeschaltet.

 

Wer so etwas nicht vorlegen kann, ist vom bargeldlosen Geldverkehr ausgeschlossen.

 

Die Fans des Präsidenten jubeln. Endlich können sie ihren Rassismus öffentlich zelebrieren.

 

Kalifornien, Oregon und Washington State weigern sich, das Dekret umzusetzen und bieten den illegalen Einwanderern, die keinen Ausweis erhalten, Zuflucht. Eine Fluchtwelle entsteht.

 

Der Gouverneur von Arizona schließt daraufhin seine Grenzen, um die Völkerwanderung aufzuhalten.

 

Zwischenzeitlich kommt es zu Ausschreitungen, von Rechten provoziert. Ein Anschlag, anscheinend von muslimischen Radikalen durchgeführt, bringt mehrere Tausend Opfer.

 

An der Grenze zu Arizona, an der sich die Flüchtenden, die nach Kalifornien wollen, stauen, treffen gewaltbereite radikale Gruppen, auf der einen Seite Rechte, auf der anderen Seite Liberale, ein. Es kommt zu blutigen Ausschreitungen.

 

 

Die Lage eskaliert, langsam aber sicher schlittert die USA in ein Chaos. Die große Katastrophe scheint nicht mehr aufzuhalten zu sein.


Lilly Lindner:        Splitterfasernackt

 

Puh. Als Sechsjährige reihenweise vergewaltigt. Als Siebzehnjährige, für drei Tage und zwei Nächte mit Gewalt entführt, und mit vier anderen Mädchen, von einigen Männern in eine Wohnung eingesperrt, mit einem Messer um die Brustwarzen und zwischen den Beinen Wunden eingeritzt bekommen, bespuckt und geschlagen worden, vergewaltigt und misshandelt.

Lilly verabschiedet sich von ihrem Körper. Der Körper ist Felia, Ana, Mia, manchmal ein kleines Mädchen, und manchmal auch irgendeine andere Person. Aber er ist nicht mehr Lilly, er gehört nicht mehr Lilly.
Da ihr Körper nicht mehr ihr gehört, beginnt sie in einem Edelbordell zu arbeiten. Wenn es schon nicht mehr ihr Körper ist, dieser, von Männern zerstörte, warum dann nicht wenigstens damit Geld verdienen. Und wenn sie gerade keine Freier hat, und auch sonst nichts zu tun ist, schreibt Lilly ihre Lebensgeschichte auf. Die Gesichte von Lilly - und von Felia, Ana, Mia, dem kleinen Mädchen und noch einigen anderen Personen, die in ihrem Kopf leben.

 


Frank McCourt:    
Die Asche meiner Mutter
Ein Rückblick auf die Kindheit und Jugend in tiefster Armut im armen Westen von Irland, in der Stadt Limerick, wo schon der als reich galt, der für seine Familie eine eigene Toilette vorweisen konnte. Frank, 1930 in New York als Sohn einer irischen Einwanderfamilie geboren, im Alter von vier Jahren wieder mit seinen Eltern und seinem jüngeren Bruder Malachy zurück nach Irland umgesiedelt, erzählt hier seine Kindheit und Jugend in Irland, bis er im Jahr 1949 wieder nach New York zurückkehrte.

1997 erhielt Frank McCourt für "Die Asche meiner Mutter" den Pulitzerpreis.

Malachy McCourt:  

Der Junge aus Limerick

 

Malachy McCourt ist der Bruder von Frank McCourt (Die Asche meiner Mutter).

Frank war eindeutig der Intellektuelle in der Familie McCourt, während man Malachy wohl eher als den Rüpel und Säufer einstufen muss - und als Schauspieler. Vielleicht ein Erbe seines Vaters, der zwar nie Schauspieler gewesen war, aber in den Kneipen von Limerick, wenn er genug intus hatte, doch oft seine Auftritte inszenierte.

Während Frank versuchte seinen Kopf mit Bildung zu schulen, wählte Malachy die Kneipe, die Straße, ja letztendlich auch die Bühne, um fürs Leben zu lernen.

Wo der Humor von Frank subtil, leicht von einer irischen Melancholie durchdrungen ist, ist der Humor von Malachy derb, durchaus manchmal etwas schmutzig - und überschäumend vor irischer Lebensfreude.


Wo man bei Frank zu schmunzeln beginnt, muss man bei Malachy fast schon lauthals lachen.
Malachy hat zwar in New York, in das er mit zwanzig Jahren, mit der Hilfe seines Bruders Frank, ankommt, meistens eine eigene Wohnung, lebt aber quasi, zumindest gefühlt, auf der Straße, in den Kneipen (vor und hinter dem Tresen), auf internationaler Goldschmuggeltour und auf der Bühne des Theaters. Bezeichnend ist in seinem Buch auch die „Danksagung“ am Ende desselben, wo er sich z.B. bei dem Schauspieler Richard Harris für die "wilden Zeiten" bedankt.

Und noch eine Danksagung ist dort bezeichnend und zeigt andeutungsweise seine Art:
 „Dank – an die Engländer, dafür, dass sie uns ihre Sprache in den Rachen gestopft haben, sodass wir sie in schillerndsten Farben wieder hervorwürgen konnten. An New York – ich liebe dich.“

 

Wer eine Lebenserinnerung, die mit der von Frank McCourt (Die Asche meiner Mutter + Ein rundherum tolles Land + Ein Tag und Nacht und auch im Sommer ) parallel läuft, aber doch so ganz anders ist, lesen möchte, wer teilweise besten Gossenjargon, zum Brüllen komisch hervorgebracht, lesen möchte, sollte sich dieses Buch antun. Die Geschichte eines Mannes, ­der, wenn überhaupt, erst sehr spät in seinem Leben "erwachsen" wurde.

Ein Junge aus Limerick – ich liebe es.

George  Orwell:      1984

Katja Schneidt:           

Gefangen in Deutschland

 

Puh. Das Buch ist schwerer Tobak. Man mag es kaum glauben, was dort beschrieben ist. Aber man muss es wohl.  Eine nähere Buchbeschreibung bringe ich später. Erst einmal muss ich das Buch innerlich etwas verdauen. Nur so viel. Migration kann nicht bedeuten, dass man eine Parallelwelt duldet. Ausländische Traditionen haben in Deutschland nichts zu suchen, wenn sie mit der deutschen Gesellschaftsvorstellung und den deutschen Gesetzen nicht konform gehen. Dabei spielt es keine Rolle, wie oft z.B. der türkische Ministerpräsident Assimilation als Verstoß gegen die Menschenwürde anprangert und verlangt, dass die Türken in Deutschland als erstes Türkisch lernen sollen und dann erst Deutsch und an ihren Traditionen festhalten.
Ich persönlich zweifel auch immer mehr an, dass das gescheiterte Migrationsobjekt an einer deutschen Ausländerfeindlichkeit gescheitert ist. Machen wir uns nichts vor, die meisten Migranten aus Südamerika, Asien und Afrika (wobei da der arabisch geprägte Teil auch ein Spannungsfeld bringt) und auch anderen europäischen Staaten, sprechen schon nach kurzer Zeit wirklich gutes Deutsch und leben sich in unsere Gesellschaft ein. Es ist hauptsächlich ein Kulturkreis, in dem viele - aber auch das muss na klar gesagt werden, nicht alle - ganz bewusst noch nach Jahren der Einwanderung, ja teilweise sogar noch nach zwei oder drei Generationen, nicht die deutsche Sprache, oder diese nur gebrochen, sprechen können, und sich bewusst unsere Gesellschaftsstruktur verachten.

 

Und wie in dem Buch beschrieben, ist diese Migrationsverweigerung teilweise nicht freiwillig, sondern wird von den eigenen Ehemännern, Vätern und Brüdern aufgezwungen. Oft sind es uralte Traditionen. Traditionen, die älter sind als der Islam, der zwar durch die Herausstellung des Mannes als etwas Besseres und Höheres oft für das Verhalten herhalten muss, aber doch nicht selten nur missbraucht wird und als Entschuldigung für dieses Verhalten dient.

Archaische Familien und Sippengrundsätze, entstanden in Zeiten, in denen es keinen funktionierenden Staat gab, so wie wir ihn heute kennen, haben in unserer Gesellschaft keine Lebensberechtigung. Der Umgang mit Frauen, so wie Katja Schneidt es in ihrem Buch beschreibt, kennen wir auch aus unserer Glaubenslehre. Aber diese alten Familienpatriarchen, z. B. Noah, Abraham, Moses, die Herr über Leben und Tot waren und unbedingten Gehorsam von ihrer Familie verlangten, lebten in der vorchristlichen Zeit, bevor ein "Staat" entstand, wie das spätere Israel unter König David und Salomo.

 

Es ist nicht Ausländerfeindlichkeit, wenn ich glaube, dass diejenigen, die unsere Gesellschaftsform für unzüchtig halten, europäische Frauen, nur weil die sich nicht unter Schleiern und langen Kleidern verstecken, im Bikini oder Badeanzug am Strand oder im Freibad den Sommer genießen, vor der Ehe schon einen oder mehrere - selbst ausgesuchte - Freunde haben, einerseits als Huren bezeichnen, die man nie heiraten würde, allerdings als beliebte zeitweilige Freundin hat, da man sich ärger einhandeln würde, wenn man sich so etwas, ohne gleich heiraten zu wollen, aus dem eigenen Kulturkreis nimmt, dieses Land verlassen sollten. Niemand sollte bleiben, der diese Gesellschaft (und 50% von dieser als minderwertig betrachtet) verachtet.

 

Und es ist schlimmer als nur einfach perverse Moral, freiwilligen Sex von 16,17,18 jährigen Frauen (wohlgemerkt nur bei Frauen) - und älteren - als schmutzig und unmoralisch zu bezeichnen, solange diese nicht verheiratet sind, aber gleichzeitig es als etwas völlig Normales zu betrachten, 12 jährige Mädchen Zwangs zu verheiraten, und dann die Vollziehung der Ehe, was nichts anderes als eine Vergewaltigung ist, noch als großes Familienfest zu feiern. Zumindest zu feiern, wenn die Braut bei dieser Vergewaltigung beweisen konnte, dass sie noch unberührt war.

 Da Null-Toleranz anzusetzen hat nichts mit Fremdenfeindlichkeit und zu tun. Und auch nicht in der Einschränkung von Religionsfreiheit, wenn sich bei so einem Verhalten auch noch auf Mohammed berufen wird, dessen Lieblingsfrau bei der Hochzeit noch jünger gewesen sein soll.

 

 


Seneca:                   Von der Seelenruhe